Warenkorb


Ihr Warenkorb ist leer.

Artikelsuche

Versandkosten Übersicht

ab 150 € versandkostenfrei

Like us on Facebook



Thrakien Weintradition

 

Die Geschichte der Weinherstellung Europas hat Ihren Anfang um 5000 - 6000 Jahre vor Christus in der Region an der Schwarzmeerküste. Die Kunst der Weinherstellung breitete sich aus und erlebte ihre erste Blüte im 8 Jahrhundert vor Christus in der Region Thrakien, die als Wiege des Weinbaus Europas bezeichnet wird. In seiner Ilias beschreibt Homer, wie vor den Toren Trojas nahe dem griechischen Lager weinbeladene Schiffe aus Thrakien hielten. Im IV. Jahrhundert vor Christus rühmt Aristoteles legendäre thrakische Weine, „die so dickflüssig seien, dass man sie mit Wasser habe verdünnen müssen“. Zahlreiche kunstvolle Weingefäße aus Silber und Gold freigelegt in Thrakergräbern zeugen von der stolzen Weinbaugeschichte antiker Thraker. Der bekannteste Fund dieser Epoche ist der 20 Jahrhunderte alte Goldschatz von Panagurischte.

 

Während der römischen Herrschaft entwickelten sich Weinbau- und Keltertechniken der Thraker weiter. Thrakische Weine waren im ganzen römischen Reich hoch geschätzt. Nach der Gründung des bulgarischen Staates im Jahre 681 wurde die Weinbautradition fortgesetzt. Chroniken berichten, wie die Ritter des 4. Kreuzzugs 1204 – 1205 von dem Wein aus Stanimaha (heutige Assenovgrad) begeistert waren. Auch während der osmanischen Besatzung von 1396 bis 1878 konnten Bulgaren ihre Winzer- und Weinbautradition aufrechterhalten. Nach der Befreiung vom osmanischen Joch wurde der Weinbau Bulgariens durch moderne Technologien aus Westeuropa bereichert. In Plewen wurde die Staatliche Versuchsanstalt für Winzerei und Weinbau ins Leben gerufen, auf deren Basis im Jahre 1903 das weltweit fünfte Weinbauinstitut gegründet wurde. Bis heute gibt es lediglich 4 vergleichbare Einrichtungen dieser Art jeweils in Russland (1828), Italien (1872), Frankreich (1874) und Ungarn (1898). Nach dieser Gründung wird Bulgarien in die Kammer der Qualitätsweinproduzenten und Exporteure in Paris aufgenommen.

 

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts standen Bulgarische Weine auf den Karten vornehmer Restaurants und Hotels Europas. Auch auf den Tafeln des Adels und der Königshäuser durfte bulgarischer Wein nicht fehlen.

 

Während der kommunistischen Herrschaft verliert Bulgarischer Wein die zuvor errungene Marktposition in Westeuropa. Durch die Verstaatlichung in den 40er Jahren erlitt die Qualität bulgarischer Weine einen schweren Einbruch. In dieser Zeit wurden vorwiegend im großen Stil Tafelweine hergestellt. Erst mit der Privatisierung in den 90er Jahren entstand eine Reihe von Boutique-Kellereien, ausgerüstet mit modernsten Keltertechniken, die den Ruhm der thrakischen Weine fortsetzen. Zahlreiche Auszeichnungen auf den international anerkannten Weinwettbewerben wie Mundus Vini sprechen von der Qualität bulgarischer Weine.

 

Neben den klassischen französischen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon oder Merlot erwacht das Interesse von Neuem für die teilweise in die antiken Zeiten reichenden traditionellen bulgarischen Rebsorten wie Mavrud, Melnik oder Misket. Der Süden Bulgariens ist berühmt für seine vollmundigen gehaltvollen Rotweine.

 

Laut EU-Kriterien wird Bulgarien in zwei Weinanbauregionen – Weinanbaugebiet an der Donau im Norden und das Thrakische Weinanbaugebiet im Süden, die durch das Balkangebirge getrennt sind, aufgeteilt. Aufgrund der spezifischen klimatischen Besonderheiten des Landes werden jedoch traditionell fünf kleinere Weinanbauregionen unterschieden.

 

Quelle:
www.bnr.bg
www.winemuseum-bg.com